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Fotografie als persönlicher Ausdruck

Hej liebe Welt,

dieser Post ist heute mal an alle Menschen gerichtet die gern passioniert die Fotografie betreiben oder gern vor der Kamera stehen. Ich gebe zu, eigentlich nicht so gut mit Worten jonglieren zu können, doch dieses Thema brennt mir unter den Nägeln. Ein vielleicht etwas gesellschaftlskritischer Text. Normalerweise macht mir die Fotografie ziemlich viel Spaß, man lernt neue Leute kennen, bekommt neue Eindrücke vom Leben und hält Momente fest die sich so nochmal auf eigene Weise reproduzieren lassen.

Doch ich war kürzlich in einer Galerie und habe Fotos aus Krisengebieten gesehen und das hat mich mal wieder stark ins Grübeln gebracht. Menschen die ihr Leben dafür aufs Spiel setzen um die Realität abzulichten und man selbst schießt Fotos um den Narzissmus anderer Personen zu füttern und um sich selbst abzufeiern welch tollen Bildlook man doch hat.

Ich verdiene zwar ab und an Geld mit der Fotografie, doch eigentlich ist es mehr eine Freizeitaktivität die ich auf einem guten Niveau ausübe. Ein paar Mal im Jahr mache ich Aufrufe im Netz  um neue Gesichter vor meiner Kamera zu haben. Ich habe darüber schon viele tolle Leute kennengelernt, doch manche Begegnungen sind auch sehr ernüchternd. Wo ich letztendlich vor der Frage stehe … wieso mach ich das überhaupt?

Ich habe in letzter Zeit oft das Gefühl, dass Menschen denken sie seien Celebrities oder etwas ganz besonderes. Das seid ihr nicht! Ihr seid ein Mensch wie jeder andere auch. Messt euch doch mehr an euren guten Taten als an Oberflächlichkeiten, wenn ich euch zu einem Fotoshooting einlade, dann hinterlasst eine Geschichte die mich berührt. Ein Foto ist eine Erinnerung, mir geht es dabei nicht nur um ein Foto in gestochen scharfer Qualität von euch zu machen. Solche Fotos sind schnell nachzuahmen.

Eine kurze Anleitung für ein gutes Foto: Vollformatkamera + Sigma 35mm f/1.4 Art + Lightroom + VSCO Filmpack 05. Tada ihr habt meinen Bildlook und das ist absolut kein Hexenwerk, doch haltet euch immer vor Augen, dass wir unser wichtigstes Gut dort hinein investieren — unsere Zeit. Es ist wichtiger, dass ihr euch auf einen Menschen einlasst. Ich finde es absolut nicht verwunderlich, dass die Fotos der Menschen die mich am meisten bewegt haben und zu denen ich ein gutes Verhältnis bei einem Fotoshooting hatte, auf meinen Kanälen die meisten Likes haben. Ein Foto reflektiert den Moment wieder!

Stellt euch vor morgen würde es einen Blackout geben und das Internet wäre tot. Wer seid ihr dann ohne Instagram, Facebook oder Snapchat? Ohne Fotos aus dem #Fitnessstudio, des #healthy #veganen Essens, der ganzen Menschen die sich makellos präsentieren. Dieses #perfekt inszenierte Social-Media-Ich eben. Ist es dann nicht wichtig was ihr erlebt habt, was ihr wirklich könnt und wer ihr wirklich seid?

#FIRSTWORLDPROBLEMS #DONTWORRYBEHAPPY #SENSEOFLIFE

Adde —Erdenbürgerin der Generation Y

P.S.: Das ist die Art wie ich meine Fotografie betrachte. Ich möchte ein Foto schaffen das einen persönlichen Mehrwert bietet und über das Materielle hinausgeht. Das ist für mich Kunst.

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